Schlichte Kunst, die Gott mir verliehen

Mehr aus Caxtons Vorrede (1485)

… welche Handschrift Sir Thomas Malory aus gewissen französischen Büchern nahm und auf englisch abfaßte. Und ich habe es meiner Handschrift getreu in Druck gesetzt, zu dem Zwecke, daß edle Männer die edlen Handlungen des Rittertums sehen und kennen lernen möchten, die adligen und tugendhaften Taten, die etliche Ritter in jenen Tagen im Schwange hatten, wodurch sie zu Ehre kamen, und wie diejenigen, so verderbt waren, bestraft und oft in Schmach und Schande gebracht wurden; und demütig bitte ich alle edlen Herren und Damen …

DER TOD ARTHURSSIR THOMAS MALORY – ERSTER BAND – IM INSEL-VERLAG ZU LEIPZIG – 1913

Mehr Zeugnisse des Gegenteils

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Auch Galfridus in seinem Britischen Buch berichtet sein Leben; und in manchen Orten Englands sind noch viele Andenken an ihn und werden ewig bleiben, und ebenso an seine Ritter.

Erstlich ist in der Westminsterabtei am Schrein des heiligen Eduard der Abdruck seines Siegels in rotem Wachs, in einem Kristall eingeschlossen, erhalten, worauf geschrieben ist: Patricius Arthurus, Britannie, Gallie, Germanie, Dacie, Imperator.

Item könnt ihr an der Burg von Dover Gawains Trinkbecher und Craddocks Mantel sehen; in Winchester den Runden Tisch; an anderen Orten Lancelots Schwert und viele andere Dinge.

DER TOD ARTHURSSIR THOMAS MALORY – ERSTER BAND – IM INSEL-VERLAG ZU LEIPZIG – 1913

Zeugnisse des Gegenteils

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Zuvörderst könnt ihr im Kloster Glastonbury seine Grabstätte sehn. Und ferner im Polichronicon, im fünften Buch das sechste Kapitel, und im siebenten Buch das dreiundzwanzigste Kapitel, wo sein Leichnam bestattet und nachher gefunden und in besagtes Kloster überführt wurde.

Ihr werdet desgleichen in Bochas Geschichte, in seinem Buch De Casu Principum, manches von seinen edlen Taten und auch von seinem Falle finden.

DER TOD ARTHURSSIR THOMAS MALORY – ERSTER BAND – IM INSEL-VERLAG ZU LEIPZIG – 1913

Große Torheit und Blindheit

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Worauf sie antworteten und einer im besonderen sagte, daß man dem, der sagen oder denken würde, es hätte nie einen solchen König Arthur gegeben, wohl große Torheit und Blindheit zuschreiben könnte: denn er sagte, es gebe viele Zeugnisse des Gegenteils.

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Es wollten manche Männer behaupten

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Worauf ich antwortete, es wollten manche Männer behaupten, daß es keinen solchen Arthur gegeben hätte, und daß all solche Bücher, wie sie von ihm gemacht werden, erdichtet und Fabeln wären, weil etliche Chroniken seiner keine Erwähnung tun und weder seiner noch seiner Ritter im geringsten gedenken.

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